Schnarchtherapie

Es gibt eine Vielzahl von nächtlichen Schlafstörungen und deren Ursachen (mehr als 80). Wir behandeln die Schlafunterbrechungen, die durch das Schnarchen verursacht werden. Zu Beginn steht eine ausführliche Diagnostik mit speziellen Fragebögen, die den Schnarcher zur Gruppe der harmlosen Schnarcher (vielleicht nicht aus der Sicht des Lebenspartners) oder zur Gruppe der gefährdeten nächtlichen Schnarcher aufgrund Sauerstoffminderversorgung zuordnet.

Harmlose nächtliche Schnarcher

Der harmlose nächtliche Schnarcher hat zwar nachts einen ganzen Wald abgeholzt, wacht aber morgens erfrischt auf und fühlt sich tagsüber fit und leistungsfähig. Hier handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Erschlaffung der Rachen- und Schlundmuskulatur während des Schlafes, ausgelöst durch spezielle Schlafhaltung (Rückenlage), durch Übergewicht, evtl. Alkoholkonsum nach einer Feier oder ungünstige Lage der Kiefer zueinander. Nach eingehender Diagnostik kann hier Abhilfe geschaffen werden durch das sog. Intraorale Schnarchtherapie-Gerät (IST-Gerät). Es wird nach Abdrucknahme vom Ober-und Unterkiefer und einer speziellen Zuordnung der Kiefer zueinander (Bißnahme) im zahntechnischen Labor angefertigt. Dieses Gerät ist aus glasklarem Kunststoff gebaut und verhindert u.a. durch eine spezielle Verbindung der Kunststoffschienen über ein Teleskop das Zurücksinken des Unterkiefers. Dieses IST-Gerät führt nicht wie zuvor entwickelte Geräte zu Zahnstellungsveränderungen und morgendlichem Mißempfinden der Gesichtsmuskulatur. Eine Mundöffnung und auch Sprechen sind möglich. Ihr Lebenspartner wird sich freuen, wenn Ihr nächtlicher Geräuschsmog reduziert und verhindert wird!


IST-Gerät

Gefährdete nächtliche Schnarcher

Der gefährdete nächtliche Schnarcher wacht morgens abgeschlagen und müde auf, fühlt sich nicht voll leistungs- und konzentrationsfähig und kann dieses Mißempfinden nicht durch zeitliche Ausdehnung des Schlafes wettmachen. Dem Lebenspartner fällt nicht nur das Schnarchen an sich auf, sondern zusätzlich Atempausen oder auch Knirschen. Der Betroffene selbst merkt nicht, daß sein Körper nachts durch den Sauerstoffmangel immer aus den erholenden Schlafphasen in Wachphasen gerissen wird, seine Schlafarchitektur gerät durcheinander.
Aufgrund dieses vermehrten nächtlichen Stresses über einen längeren Zeitraum können letztendlich durchaus eine geringere Lebenserwartung bis zu 10% sowie Begleiterkrankungen (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Schlaganfälle) die Folge sein. Fallen Sie in diese Kategorie, sind Sie ein Kandidat für das sog. Schlaflabor. Hier wird eingehende Diagnostik betrieben, u.a. werden der Sauerstoffsättigungsgrad, Weckphasen, EKG usw. aufgezeichnet. Sie müssen vorschlafen. Anschließend wird der Schlafmediziner für Sie die entsprechende Therapie, evtl. eine sog. Schlafmaske, festlegen. Auch hier ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Schlaflabor und dem Zahnmediziner angezeigt. Die Schlafmasken sind u.U. nicht individuell gefertigt. Wenn Sie die Maske nun zu locker anlegen, kommt es zu störenden Zischgeräuschen, bei strammerer Anlegung kann es zu äußerst schmerzhaften Druckstellen auf der Nasenwurzel kommen. Sie sind aber von der Atemmaske abhängig, da Sie sonst unweigerlich wieder in die Tagesmüdigkeit usw. zurückfallen. Hier kann der Zahnarzt durch eine spezielle Abformung des Mittelgesichts mit anschließender entsprechender Individualisierung Ihres Maskenansatzes im zahntechnischen Labor helfen.

Denken Sie daran

Ein gesunder Schlaf bedeutet ein großes Stück Lebensqualität!


nCPAP-Gerät

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