Gensondentest

In der Behandlung der Parodontose (Zahnfleischerkrankung) sind in der Zwischenzeit große Fortschritte erzielt worden, seit es mit Hilfe der Gentechnik gelingt, die für diese Form der Entzündung verantwortlich gemachten Bakterien zu identifizieren. Da diese besonderen Krankheitserreger anaerob, d.h. ohne Sauerstoff leben, war es in der Vergangenheit nicht möglich, sie nach Entnahme aus dem Mund des Patienten im Labor zu kultivieren und damit nachzuweisen. Mithilfe der modernen Gentechnik ist es nun jedoch möglich, anhand der DNA dieser nach der Entnahme aus den Zahnfleischregionen abgestorbenen Bakterien einen eindeutigen Nachweis über ihre Existenz zu führen. Ein hierzu genommener Abstrich aus den betroffenen Zahnfleischtaschen wird in einem Speziallabor in Dortmund untersucht.

Bei Vorlage eines oder gar mehrerer Bakterienarten (sog. Markerkeime der Pardontalerkrankungen) kann zusätzlich zur eigentlichen Behandlung (mechanische Reinigung der Taschen) eine genau abgestimmte Einnahme spezieller Antibiotika erfolgen. Zusammen mit der Medikamentenschiene kann so die früher als sehr "brutale" Behandlung verschriene Therapie auf ein wirklich erträgliches Maß reduziert und die Langzeitprognose erheblich verbessert werden.