Update 2016: Digitales Röntgen

Nachdem in den letzten 10 Jahren die Digitalisierung aller Lebensbereiche vor allem durch den Einsatz von PC, Tablet und Smartphones rasant an Fahrt aufgenommen hat, ist auch in der Zahnärztlichen Praxis der vermehrte Einsatz dieser Geräte erwünscht. Hinzu kommt ein in den letzten Jahren verstärkt eingesetztes Bewusstsein im Umgang mit Strahlung verschiedener Qualität (d.h. z.B. Funkstrahlung, Strahlung der Mikrowelle, natürliche Strahlenquellen im Boden usw.).

Daher ist es schon seit geraumer Zeit das Ziel der Technik, beim Einsatz der zahnmedizinischen Röntgen-Strahlung - welche ausschließlich zur Diagnosestellung eingesetzt wird - die erforderliche Strahlendosis zu reduzieren, ohne Einbußen bei der Qualität der Bilder hinnehmen zu müssen.

Dies gelingt durch den Einsatz von sogenannten Digitalen Speichermedien (CMOS-Chips), die in einem Sensor eingebaut sind und die erhaltene Strahlung in Grauwerte umrechnen. Hierzu kann das bisherige Kleinbild-Röntgengerät weiter verwendet werden, allerdings mit einer erheblich reduzierten Strahlendosis. Bei großen Panorama-Schichtaufnahmen dagegen werden in der Regel neuere digitale Komplettgeräte verwendet, die sogar bis hin zu einer 3-dimensionalen Aufnahmetechnik erweitert werden können.

Neben der Reduzierung der Strahlendosis ist vor allem die sofortige Verfügbarkeit der Bilder auf dem PC von großem Vorteil, bei der Kommunikation der Ärzte untereinander und z.B. im Kontakt mit einer Zahnklinik können die Daten problemlos übertragen werden, eine Speicherung auf einer CD/DVD ist ohne Datenverlust möglich.

Somit kann dem Patienten das Ergebnis sofort z.B. auf einem Tablet-Computer oder am Monitor im Behandlungszimmer gezeigt werden.

Einschränkungen und Nachteile sind sicher eine umständlichere und unbequemere Bilderstellung bei Kleinröntgen-Bildern, jedoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis es ausreichend gute kabellose Sensoren geben wird. Speicherfolien ohne Kabeleinsatz müssen in einem speziellen Gerät ausgelesen werden und sind nach ca. 50 Anwendungen nicht mehr verwendbar.


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